Mobilität mit Lebensqualität? Wählen Sie Liste 2!

27. September 2007

In der Verkehrspolitik wird viel entschieden. Es geht um Tunnelröhren für Auto und Züge, es geht um Umweltschutz für Landschaften und die Luft, es geht um Fluglärm und Staatsverträge, es geht um Platz für Velo und Fussgänger. Ich engagiere mich als Mitglied der nationalrätlichen Verkehrskommission für eine Mobilität mit Lebensqualität und möchte diese Arbeit in den nächsten vier Jahren fortführen. Vielen Dank, wenn Sie mir dies durch Ihre Wahl ermöglichen!

Dem Velo gehört die Zukunft!
Gute Verkehrspolitik beginnt beim Langsamverkehr und damit beim Velo: Mit dem Velo zum Bahnhof, zur Schule oder zum Einkaufen. Der Velostreifen macht den Schulweg sicherer und fördert die Bewegung von Kindern und Jugendlichen. Das Velo hat Potenzial: Für die Gesundheit, für die Umwelt und für den Verkehr. Als Präsidentin der IG Velo Schweiz liegt mir die Veloförderung besonders am Herzen. In der letzten Legislatur ist es diverse Male gelungen, diese Vorzüge des Langsamverkehrs deutlich zu machen und Erfolge für das Velo einzufahren: Veloförderung ist Teil des neuen Infrastrukturfonds, die SBB baut mehr und bessere Veloabstellplätze an diversen Bahnhöfen, im Rahmen der Aktion ‚bike to work’ fahren jedes Jahr mehr als 20’000 Personen für einen Monat mit dem Velo zur Arbeit. Das Velo muss eine zentrale Stellung einnehmen, wenn wir unsere Verkehrsprobleme in den Städten und Agglomerationen lösen wollen – und wir können dabei erst noch etwas für die Umwelt und die Gesundheit tun!

Mehr Zug beim Ausbau der Bahn
Mit dem Velo zum Bahnhof und mit dem Zug in die nächste Stadt! Das dichte Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln in der Schweiz ist von unschätzbarem Wert – wirtschaftlich, ökologisch und sozial. Doch dieses Netz kommt an seine Grenzen. Stellwerkstörungen, Verspätungen, volle Busse, Trams und Züge – der öffentliche Verkehr droht zum Opfer des eigenen Erfolgs zu werden. Die nächste Ausbauetappe muss deshalb rasch in Angriff genommen werden. ZEB heisst hier das Zauberwort (Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur).  Dahinter versteckt sich ein Programm zur gezielten Erweiterung des schweizerischen Bahnnetzes durch leistungsfähigeres Rollmaterial, bessere Informationen und Infrastrukturbauten. Zentrale Elemente in diesem Programm sind die Durchmesserlinie im Hautpbahnhof Zürich, der Ausbau der Strecke Winterthur- Zürich, der Zimmerbergtunnel sowie das dritte Gleis am Genfersee und der Ausbau der Jurasüdfusslinie. Ich engagiere mich stark für dieses Projekt und habe auch eine überparteiliche Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, damit das delikate Projekt den parlamentarischen Prozess schadlos übersteht.

Fliegen, nur wenn’s nicht anders geht
„Über den Wolken …“ Dass die Freiheiten im Lufverkehr nicht grenzenlos sind, zeigen die heftigen Diskussionen im Kanton Zürich zur Weiterentwickung des Flughafens und zur Frage der Lärmverteilung. Ich setze mich für eine gerechte Verteilung jenes Lärm ein, der als Folge der deutschen Verordnung über Schweizer Gebiet geleitet werden muss und wehre mich gegen eine einseitige Ostausrichtung. Ich engagiere mich für mehr Mitsprache der Bevölkerung. Nur mit verbindlichen Mitsprachemöglichkeiten und einem Spiel mit offenen Karten können wir die Konflikte entschärfen. Eine zahlenmässig fassbare und kontrollierbare Beschränkung ist die zentrale Grundvoraussetzung für Gespräche mit Deutschland und eine gerechte Lösung innerhalb der Schweiz. Ich unterstütze darum die Plafonierungs-Initiative – kein Mensch in der Schweiz braucht über 30 Verbindungen nach London täglich! Jeder dritte Flug ist ein Flug von weniger als 500 km Distanz. Binden wir den Flugverkehr in die Kyoto-Verträge ein und führen wir eine Kerosinsteuer ein! Würden wir beispielsweise die Kurzstreckenflüge unter 500 km besteuern und mit den Einnahmen das Hochgeschwindigkeitsnetz ausbauen, könnten wir weiterhin mobil bleiben und gleichzeitig das Klima schonen. Der Flugverkehr soll für seine Kosten zahlen. Die Flüge, die sich immer noch lohnen, werden weiter angeboten – die Kurzstreckenflüge verlagern sich auf die Schiene. Das schützt die Umwelt und reduziert den Lärm für alle.
Viele von uns fliegen – wir alle können auch mit einem gewissen Mass an Fluglärm leben. Beschränken wir die Flugbewegungen auf ein sinnvolles Mass und verteilen wir den Fluglärm auf alle Regionen.
Ich werde mich auch in den kommenden vier Jahren stark machen für eine Verkehrspolitik, die die negativen Auswirkungen unserer Mobilität auf ein Minimum reduziert. Mit der Bahn zum Arbeiten, mit dem Velo einkaufen, Fluglärm beschränken und verteilen sowie die Güter auf die Schiene – wir können einiges tun für eine Mobilität mit Lebensqualität. Wer darüber beschliessen wird, entscheiden Sie. Wählen sie eine nachhaltige Verkehrspolitik, für uns und unsere Umwelt – wählen Sie die Sozialdemokratische Partei, Liste 2!

Gespeichert unter: Verkehr bewältigen,Wahlen 2007

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